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Die SachsenLB wird jetzt aufgelöst

Ganz genau formuliert müsste es heißen: Die aus der einzigen ostdeutschen Landesbank SachsenLB durch Übernahme der LBBW im Sommer 2007 entstandene Sachsen Bank wird voraussichtlich Ende März 2018 aufgelöst.

Das die SachsenLB am Ende ist, hatte ich bereits im August 2007 berichtet. Auf über 17 Milliarden summierte sich die “Schieflage” der Bank damals.

In meinem Beitrag vom September 2008 Steuergelder verspielt-Milliarden gehen den Bach runter berichtete ich über die Bürgschaft des Bundeaslandes Sachsen in Höhe von 2,750 Millionen Euro.
Bis inklusive 1. Quartal 2017 hat Sachsen an die LBBW bereits 1,52 Milliarden an die LBBW geschickt.

Die faulen Schmuddelpapiere der SachsenLB wurden durch die LBBW in die Zweckgesellschaft Sealink Portfolio – übersetzt: Dichtring Wertpapierbestand – ausgelagert. Der Großteil dieser Papiere wurde durch diese Zweckgesellschaft inzwischen an ausländische Investoren verkauft. Die Höhe der Verkaufserlöse ist noch nicht bekannt. Hier hat der Dichtring offenbar gut gehalten.

Kein Halten gab es auf Grund der Fehlspekulationen der SachsenLB für Sachsens damaligen Finanzminister Horst Metz, auch der Ministerpräsident Georg Milbradt trat zurück. Rund 480 Mitarbeiter der SachsenLB hat die hausgemachte Fehhlspekulation den Arbeitsplatz gekostet.

Natürlich hat die Staatanwaltschaft ermittelt und vier Verfahren gegen den Vorstandschef und Vorstände vor Gericht gebracht. Die Richter konnten jedoch in allen Fällen nur eine geringe Schuld feststellen oder die Verfahren wurden durch Zahlung geringer Summen, jeweils 25.000,- Euro, 30.000.- Euro oder 50.000,- Euro, eingestellt. Die Steuerzahler in Sachsen dagegen haben bisher 1.520.000.000,- Euro geblecht.

In diesem Zusammenhang kommt mir der Ausspruch von Bertold Brecht: „Der Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.“ ins Gedächtnis. Im Falle der SachsenLB waren offenbar keinesfalls Profis am Werk.

Mein Bekannter sagt zu solchen Fällen:

“Ist doch klar, macht der Kleine einen Fehler, wird er voll zur Kasse gebeten, muss den maßgeblichen Schaden bezahlen und wird bestraft. Die Großen bekommen eine Kopfnuss, schütteln sich und machen weiter.”

Soviel zum endgültigen Ende der SachsenLB.

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